Mit "Next Green Aircraft" zu emissionsärmeren Passagierflugzeugen

Übergabe der Förderbescheide in Höhe von 2,5 Millionen Euro

Gemeinsame Pressemitteilung der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. 

Montag, 13.03.2023

Wird Fliegen in der Zukunft emissionsarm oder gar emissionslos? In den Projekten, die unter dem Sammeltitel "Next Green Aircraft" zusammengefasst werden, befasst sich der Bremer Airbus-Standort zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft mit den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten Efficient Wings, nachhaltige Materialien und Wasserstofftanksysteme. Im Mittelpunkt stehen dabei die ökonomische und ökologische Herstellung der Materialien und die Umsetzung der emissionsärmeren technologischen Bricks für das Passagierflugzeug der Zukunft.

Mit einem Volumen von 2,5 Millionen Euro wird das "Next Green Aircraft" im Auftrag der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa durch das Luft- und Raumfahrt-Forschungsprogramm des Landes Bremen gefördert und von der Europäischen Union im Rahmen der EFRE-REACT-Mittel finanziert.

Bei der offiziellen Übergabe des Förderbescheids hob Kristina Vogt, die bremische Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, die besondere Bedeutung des Projekts für den Standort hervor: "Der Klimawandel macht eine Neuausrichtung zum klimaneutralen Fliegen zwingend notwendig. Mit diesen drei Projekten unterstreichen wir in Bremen unsere Kompetenzen und unsere Vorreiterrolle für eine nachhaltige Luftfahrt. Durch die intensive Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaft befördern wir nicht nur die Entwicklung zu einem klimafreundlichen Flugverkehr, sondern unterstützen die notwendige technologischen Neuausrichtung in der Luftfahrt. Dabei spielen für zukünftige Flugzeugkonzepte die Effizienz des Flugzeugs und alternative Energieträger wie beispielsweise Wasserstoff eine entscheidende Rolle."

Das Projekt "Next Green Aircraft" vereint die folgenden Projekte:

  • Efficient Wings – hier werden gemeinsam mit dem Forschungspartner DLR innovative Konzepte zur Weiterentwicklung von Tragflügeltechnologie entwickelt. Diese sollen helfen, den Treibstoffausstoß des Flugzeuges im Betrieb drastisch zu reduzieren. Die Entwicklungen stellen einen Technologiebaustein dar, der potentiell auf allen zukünftigen Plattformen Anwendung finden kann. Mit dem Projekt werden die Bremer Kompetenzen beim Thema Tragflügel weiter ausgebaut.
  • Nachhaltige Materialien – Das zweite Kernthema im Rahmen des Projekts "Next Green Aircraft" wird durch das Bremer Unternehmen "Greenboats" und den Forschungspartner FIBRE untersucht. Hier geht es um die Einführung erneuerbarer Ressourcen wie biobasierte Polymere und Naturfasern sowie die Verbesserung des End-of-Life-Designs. Ziel ist es, Materialien ausfindig zu machen, um die Polymere nicht mehr auf Basis von Rohöl zu produzieren.
  • Wasserstofftank-Systeme – Im dritten Schwerpunktthema dieses Gesamtprojekts forschen Airbus und der wissenschaftliche Partner BIAS im Bereich der Wasserstoff-Tanksysteme, um damit künftig ein mit Wasserstoff betriebenes Passagierflugzeug zu entwickeln.

"Das gebündelte Projekt 'Next Green Aircraft' wird eine überregionale Strahlkraft entwickeln und hat Potential, den Personenverkehr in der Luftfahrtindustrie maßgeblich zu gestalten. Gleichzeitig stärkt es die Bremer Luftfahrtindustrie. Mit dem Luft- und Raumfahrt-Forschungsprogramm können wir innovative Projekte wie dieses zielgerichtet unterstützen und zum technologischen und klimaneutralen Fortschritt beitragen", erklärt Ralf Stapp, Vorsitzender der Geschäftsführung der BAB.

"Dieses Gesamtprojekt vereint wichtige Aspekte, um den Personenflugverkehr dekarbonisieren zu können. Damit wird ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden können. Gleichzeitig vereinen wir Wissenschaft und Wirtschaft und stärken den Luftfahrtstandort Bremen", sagt Dr. Hubertus Lohner, Initiator der Förderprojekte bei Airbus. Innerhalb des Gesamtprojekts sollen rund 50 Personen arbeiten.

Die Umsetzung des fünften Calls des Bremer Luft- und Raumfahrt-Forschungsprogramms 2020 erfolgt durch EFRE-REACT-Mittel im Rahmen des EFRE-Programms Land Bremen 2014-2020 (Operationelles Programm Bremen 2014-2020 für den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung – Investitionen in Wachstum und Beschäftigung). Die REACT-EU-Mittel werden in einem ambitionierten Zeitplan in den Jahren 2021 bis 2023 umgesetzt.

Über die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB):

Die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) ist die Förderbank für Bremen und Bremerhaven. Sie unterstützt das Land Bremen in der Landesentwicklungs-, Struktur- und Wirtschaftspolitik und begleitet Unternehmen in allen Phasen der Entwicklung. In Partnerschaft mit den örtlichen Banken und Sparkassen hat die BAB alle wirtschaftlichen Aktivitäten im Fokus, die im Interesse des Bundeslandes Bremen liegen. Weitere Themenschwerpunkte der BAB sind die Wohnraumförderung und das Starthaus, die zentrale Anlaufstelle im Bremer Gründungsökosystem. Weitere Informationen: www.bab-bremen.de

Zur Pressemitteilung bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa.

Pressebilder
Marcus Möbus (BIAS, Uni Bremen), Paul Riesen (GREENBOATS), Michael Stange (Airbus), Sabine Winkler (Airbus), Dr. Patrick Schiebel (Faserinstitut Bremen), Svenja Jegminat (Airbus), Anika Langebeck (BIAS), Anna Bauch (Airbus), Nicole Dreyer-Langlet (Airbus), Michael Grewe (Airbus), Nicol Bellmer (Airbus), Tim Schmohl (BAB - Die Förderbank), Kristina Vogt (Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa), Ralf Stapp (Vorsitzender Geschäftsführer der BAB - Die Förderbank), Joachim Betker (Airbus)